14.5.2009 Workshop im Holocaust Zentrum
Vielleicht scheint es, etwas oberflächig auf dem ersten Blick zu sein, da wir nicht genug Information hatten und die Zeit zu knapp war. Aber es kann als Ausgangspunkt für die weitere Recherche gelten. Der Austausch und die Präsentationen zeigten uns, wie unterschiedlich die Meinungen sein können, und wie unterschiedlich das Thema wahrgenommen sein kann. Dabei geführte spannende Diskussionen und Gespräche brachten mir sehr viel bei. Und schon wieder tauchte der Gedanke auf, wie wichtig ist es über diese schweren Themen zu sprechen, die Geschichte aufzuarbeiten und eine neue Erinnerungskultur in unseren Ländern zu entwickeln, wo der Holocaust ganz lange geschwiegen wurde. Ich habe die Zeit bei dir richtig genossen!
So weit erstmal
Mit herzlichen grüssen
Anshela

Deutsch-norwegisches Geschichtsverständnis im Holocaust Zentrum in Oslo
Wie soll eigentlich Geschichte sein? Wie soll Geschichte eigentlich verstanden werden? Gibt es einen Unterschied in der Art Geschichte zu verstehen zwischen Deutschen und Norwegern. Oder deutscher Geschichte? Dies waren die Fragen, die ASF und die pädagogische Abteilung am Zentrum für Studien des Holocaust und weltanschaulichen Minderheiten anlässlich der Jubiläumsveranstaltung von ASF untersuchen wollen.
Am 14. Mai 2009 trafen sich 30 angemeldete Personen zu einem Workshop am Holocaust Zentrum unter dem Thema ”Erinnerungsdiskurs und interkultureller Dialog” Katusha Otter Nilsen hiess die Teilnehmer willkommen und orientierte einleitend über das Zentrum seinen Hintergrund und die Lokalisierung in der sogenannten Villa Grande. Danach wurden das Programm vorgestellt und die Teilenehmer in 6 Gruppen eingeteilt.
Jeweils 3 Gruppen bekamen gleichlautende Aufgaben. Die Aufgaben lauteten:
- "Create a mini-exhibition on the history of Germany 1933-45 as it in your view should be presented. Give your presentation a title. Take 4 pictures".
- "Create a mini-exhibition on the history of the Holocaust and Norway as it in your view should be presented. Give your presentation a title. Take 4 pictures".
Das Ziel war einmal, dass die deutsch-norwegischen Gruppen eine gemeinsame Präsentation erarbeiten, in denen verschiedene Geschichtskulturen verdeutlicht werden. Zum anderen war die Intension, dass die gesamte Gruppe an einer Reflexion führt, wie verschiedene Geschichtskulturen in der Ausstellung über den Holocaust bzw. über Deutschland in der Präsentation – bei gleicher Ausgabenstellung - der Gruppen zum Tragen kommen.

Ein Unterschied zwischen deutscher und norwegischer Geschichtskultur war schwer auszumachen. Alle Gruppen zeigten eine reflektierte und gut durchdachte Präsentation im Plenum. Die vier Bilder jeder Präsentation waren begleitet durch eine bewusste Narration mit einem deutlichen Einfallswinkel. Einige wählten eine übergeordnete Thematischen Winkelung: „Inszenierung der Macht“, andere fokussierten auf die Akteure: „Täter und Helfer“ oder eine Gruppe wählte ein chronologische Annäherung. Der Titel einer Gruppe könnte nach meiner Meinung als Beschreibung für das gesamte Unternehmen stehen: Wir sind hergekommen ohne, das wir viel wussten, jetzt haben wir viel gelernt!“

" Å arbeide med gamle og nye ASF'ere er inspirerende. De er en
reflektert, morsom og oppegående gjeng! Vår workshop på HL-senteret var
en engasjert utveksling av ideer og tanker. Jeg tror alle fikk både
faglig og sosialt utbytte. Praten gikk mellom gamle og nye bekjente - i
korridorene, i konferanserommet og over bordene i lunsjen! Full klaff!"