In Norwegen

Bewerbungsfrist für Lundheim 31. Oktober 2011

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.
Programm langfristige Freiwillige

15-monatiger Freiwilligendienst in Norwegen

Projektbereiche:
Arbeit mit behinderten Menschen in Integrationsschulen (Folkehøgskole) in Lundheim

Für Freiwillige
für 15 Monate ab März 2012, Bewerbungsschluss ist der 31. Oktober 2011

Bedingungen: Volljährigkeit + Interesse an den Zielen und der Arbeit von ASF

Sprachkenntnisse und Führerschein sind erwünscht, aber nicht Bedingung

Bewerbungen und Anfragen an

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste e.V.
Infobüro
Auguststr. 80
10117 Berlin

Tel.: 030 - 28395-184
Fax: 030 283 95 - 135

Email: infobuero@asf-ev.de
Internet: www.asf-ev.de

ASF in Norwegen

Schon ein Jahr nach dem Aufruf zur Gründung der Aktion Sühnezeichen begann die Arbeit in Norwegen. Freiwillige verwirklichten 1959 und 1960 zwei Bauprojekte im Norden des Landes: ein Wirtschaftsgebäude für das Behindertenheim Trastad Gaard und eine Kirche in Kokelv/Finnmark. Pastor Gilleberg, Direktor des Behindertenheims, schrieb damals: "Es war ein Idealismus, der brannte. Und dieser Idealismus bewirkte, dass die Aktion gelang. Im Jahre 1959 gab es viel Hass gegenüber den Deutschen, und die erste Gruppe bekam dies zu spüren. Ich weiß bestimmt, dass die Aktion und was sie hier geleistet hat, eine Aussöhnung in der Stille war."

Nach dem deutschen Überfall auf Norwegen 1940 hatte es gegen die Besetzung des Landes erbitterten Widerstand gegeben. Dieser Kampf wurde bis Kriegsende vor allem von den organisierten Sportlerinnen und Sportlern, Lehrerinnen und Lehrern, den Richtern sowie von Vertreterinnen der protestantischen Landeskirche geführt. Neben den schweren Verlusten, die die Zivilbevölkerung durch Luftangriffe auf die Städte erlitten hatte, hinterließ die deutsche Wehrmacht vor allem in Nordnorwegen bleibende Spuren. Ihre Soldaten verwüsteten die Region der Finnmark: Politik der verbrannten Erde.

Wie in allen Ländern, in denen ASF tätig ist, gab es auch in Norwegen Mitte der 1960er Jahre den Wechsel von Bauprojekten zur Sozialarbeit: Freiwillige helfen seither in sozialen Einrichtungen, hier vor allem in Heimen für geistig und körperlich Behinderte: Arbeit für und mit Menschen, die im Nationalsozialismus zur Vernichtung "lebensunwerten Lebens" bestimmt waren.

Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Norwegen ist bis heute geprägt durch die Kontinuität der Arbeit. Die Arbeit von ASF wird hier von einem Freundeskreis unterstützt. Ein Teil der Projekte sind langjährige Partner von ASF.

Heute arbeiten in Norwegen 13 ASF-Freiwillige in drei Regionen: im Norden/ Alta, in der Mitte/Oslo und Tønsberg, im Süden in Moi. Das Länderbüro von ASF ist in Oslo.

Die Projektbereiche gliedern sich in Altenarbeit, Arbeit mit körperlich und geistig Behinderte, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und Mitarbeit in Internatsschulen für behinderte und - wie es in Norwegen heißt - normal-behinderte Jugendliche.

Der Schwerpunkt der Freiwilligenarbeit in den Institutionen liegt im Freizeitsektor, einem in Norwegen etablierten und meist sehr gut ausgestatteten Bereich. Hier haben die Freiwilligen viele Möglichkeiten zur Umsetzung eigener Ideen und Fähigkeiten, dabei sind Kreativität und Eigeninitiative kaum Grenzen gesetzt.

Lundheim, Folkehøgskole, Moi

Projektbereich: Arbeit mit behinderten Menschen

Schule mit Internat für körperbehinderte und nichtkörperbehinderte Schüler. Pflegearbeiten, Mitarbeit im Schul- und Freizeitbereich.

www.lundheim.fhs.no

Bewerbung und Lebenslauf