Granly Stiftelsen
2001-07 Felix Richter
2002-10 Daniel Bunzel
2004-2 S Wulfert
2004-8 S Wulfert
2005-2 Ch Stein
2005-2 K Stoelzel
2005-8 Ch Stein
2005-8 K Stoelting
2005-12 M Merfort
2006-1 J Banholzer
2006-5 M Merfort
2006-12 H Stoerch
2007-4 R Scharfenort
2007-5 H Stoerch
2008-08 M.Blaschek.pdf
2010-01 M.Floeter
2009-12 F.Stierl
Stiftung Granly
(2010-11)
Warum gibt es das Projekt bei ASF?
Auf Granly lernen die FW ein Modell von Bildungs- und Arbeitsangebote mit geistig behinderten Menschen kennen, das auf den Grundlagen der Anthroposophie basiert.
Das Besondere an Granly ist, dass die Einrichtung eine Art Altenheim unterhält, dass sich an den speziellen Bedürfnissen der Bewohner orientiert. Die FW begegnen auch einer Altersgruppe von behinderten Menschen, die es so in Deutschland auf Grund des Ermordungsprogramms „T4“ kaum gibt.
In der Zusammenarbeit mit den Angestellten gibt es die Möglichkeiten zu erfahren, was in den Familien über die Geschichte der Okkupation in diesem Teil von Norwegen erzählt wird. In Gesprächen, aber auch bei Exkursionen haben die FW die Möglichkeit die gegenwärtige Bedeutung von Geschichte zu erforschen.
Die Stiftung Granly ist seit 1999 Projektpartner von ASF.
DER ORT
Das Projekt liegt am Westufer des Mjøsa - des größten Sees Norwegens - mitten in Kapp, ein Ort mit 2000 Einwohnern. Zur nächsten größeren Stadt - Gjøvik mit knapp 30000 Einwohner - sind es 15 km. Oslo ist ca. 120 km entfernt und mit Bus oder Bahn in zwei bis drei Stunden zu erreichen.
DAS PROJEKT
Der Träger
Die Granly Stiftelse ist ein an der Anthroposophie ausgerichtetes Heim für Menschen mit psychischen Behinderungen..
Granly ist KEIN CAMPHILL – also keine Lebensgemeinschaft für Behinderte und Nichtbehinderte!
Die Bewohner
Die ca. 25 Bewohner Granlys haben hauptsächlich das so genannte Down - Syndrom oder sind Autisten. Viele sind relativ selbständig, wären aber nicht in der Lage alleine zu wohnen. Sie leben auf fünf Häuser verteilt, in denen sie jeweils eine eigene Wohnung haben. Jedes Haus hat jedoch zusätzlich eine zentrale Küche, Esszimmer und ein gemeinsames Wohnzimmer, wo zusammen gegessen und gelebt wird. Ein bis zwei Mitarbeiter sind tagsüber immer im Haus, waschen, putzen, kochen und achten darauf, dass alles in geregelten Bahnen abläuft. Die Mitarbeiter arbeiten in Schichten und meistens nur in einem der fünf Häuser, so dass sie die Bewohner sehr gut kennen und wie eine kleine Familie zusammen leben. Die Mitarbeiter wohnen aber nicht auf Granly.
Was wird gemacht? Konzept
Die Stiftung Granly in Kapp ist eine Einrichtung für sogenannt behinderte erwachsene Menschen. Die Grundlage der Arbeit ist die Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Diese betrachtet Mensch und Welt ganzheitlich im Zusammenwirken von Geist, Seele und Leib. Störungen des Leibes und der Seele treten häufig als Krankheit oder Behinderung nach außen. Der geistige Wesenskern, das Ich, eines jeden Menschen ist gesund. Diese Grundhaltung bildet das Fundament der Arbeit.
Das Leben in den Wohngruppen und am Arbeitsplatz, sowie der Tages- und Wochenrhythmus sind künstlerisch gestaltet. Feste werden entsprechend dem christlichen Jahreslauf gefeiert.
Ergänzt wird das Wohn- und Arbeitsleben durch regelmäßige medizinische Betreuung, die sich an dem Menschenbild der Anthroposophie orientiert. Sie wird durch Therapien und künstlerische Aktivitäten unterstützt. Granly bildet einen Schutz- und Entwicklungsraum für Menschen, die mit besonderen Bedingungen auf der Erde leben. (Auszug aus der Homepage)
Erwartungen an die Freiwilligen
In der Einarbeitungszeit bekommt der FW einen Wochenplan mit seinen Aufgaben. Der Plan soll ihm helfen seinen Platz im Projekt zu finden. Nach 2-3 Wochen wird dieser Plan diskutiert und kann gegebenenfalls abgeändert werden.
Das Projekt schätzt den Idealismus und Enthusiasmus, mit dem die ASF-FW in den Dienst gehen und hier unterscheiden sie sich von Anderen, weil da die meisten mit einem Defizit kommen. Mit den ASF-FW ist es ein gegenseitiges Geben und Nehmen.
Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 37,5 Stunden. Die Wochenenden sind frei.
DIE FREIWILLIGEN
Arbeitsaufgaben
Die zwei Freiwilligen arbeiten jeweils in einem Haus:
Im Solveigs hus, das Haus mit den ältesten Bewohnern Granlys, wird jedes Jahr mit einem Freiwilligen besetzt. Die anderen vier Häuser kommen nur jedes vierte Jahr an die Reihe. Man kann sagen, dass es in Granly zwei verschiedene Projektplätze gibt.
Zu den Aufgaben der FW gehören: Praktische Hilfe bei der Bewältigung des Alltages (dazu gehören auch Putzen und Kochen, Wäsche waschen), pflegerische Tätigkeiten und Gestaltung von Freizeitaktivitäten je nach den individuellen Neigungen der Bewohner.
Andere Arbeitsorte neben den Wohnhäusern sind das Aktivitätshaus, mit einer Webstube und der ”Kräuterwerkstatt”, wo die Kräuter des Gartens verarbeitet werden sowie die Teilnahme an Außenarbeiten. Daneben gibt es einen Kräutergarten. Es werden Kerzen hergestellt und Körbe geflochten. Zusätzlich bekommen alle Bewohner Musikstunden, Eurythmie und im Kunstraum wird fleißig gemalt. In all diesen Bereichen helfen die FW mit.
Kontaktperson und Begleitung
Als Ansprechpartner stehen den Freiwilligen verschiedene Mitarbeiter zu Verfügung. In den ersten Wochen finden wöchentlich begleitende Gespräche statt. Eine deutsch sprechende Schweizerin hilft zu Beginn mit der neuen Sprache. In den Häusern kümmert sich der leitende Mitarbeiter um den Freiwilligen. Man ist also bestens versorgt und kann vor allem – in der Einführungsphase - wichtig – über Probleme in seiner Muttersprache reden.
Wohnsituation
Die Freiwilligen sind die einzigen Mitarbeiter, die im Projekt wohnen, was aber kein Problem ist. Die beiden Freiwilligen leben im Verwaltungsgebäude in zwei geräumigen Zimmern. Bad und Toilette sind neben den Zimmern. Bei Bedarf kann Küche und Kühlschrank des Versammlungsraumes mit benutzt werden, soweit der Raum nicht anderweitig belegt ist (dort finden Kurse etc. statt, Raum für die Mitarbeiter).
Ansonsten stehen den Freiwilligen natürlich alle räumlichen Möglichkeiten Granlys zu Verfügung (z.B. Leinwand und Beamer im Saal etc.), was die Wohnsituation wirklich sehr gut macht. Den FW steht ein eigener PC mit Internetanschluss zur Verfügung. Die Trennung von Arbeit und Freizeit ist in der Regel sehr gut möglich.
Aktivitäten und Kontakte in der Freizeit
In Gjøvik gibt es Cafes, Schwimmbad, Einkaufsmöglichkeiten, Kino und anderes, das was eine Kleinstadt zu bieten hat. In der Umgebung gibt es verschiedene Chöre, die sich über neue Stimmen freuen. Ebenso besteht die Möglichkeit Mitglied in einem Sportverein zu werden. Wandern und Naturerlebnisse liegen vor der Haustür.